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FeedbacksHey Rotkopf!
Jo, da haste ma'n Problem. Denn Rückkopplungen entstehen nicht im Mischpult, im Verstärker oder sonstwo, sondern ausschliesslich zwischen Mikrofon und Lautsprecher. Geht so: Ein Tönchen erreicht das Mikro, wird umgesetzt, verstärkt und geht zum Lautsprecher. Der spuckt unseren Ton wieder aus, und das Mikro nimmt's wieder auf. Passiert grundsätzlich, klar. Aber ab einem bestimmten Pegel schaukelt sich dieser Ton auf und wird zu einem Dauerton, sprich einer Rückkopplung oder "Feedback". Also: steht man mit einem Mikro dicht vor 'ner Box, pfeift's. Aber auch nur dann, wenn die Richtcharakteristik des Mikros das zulässt. "Nieren" z.B. haben für Schalleinfall von hinten fast eine Dämpfung von 100%, sprich: Sound, der direkt von hinten in's Mikro fällt, wird ausgeblendet. Dabei wird klar, dass Du mit anderen Mischungen, Geräten oder was auch immer nichts ändern kannst. Auch ein Noisegate wird Dir nicht helfen, da das Ding ausschliesslich in den Gesangspausen den Mikrofonkanal 'runterzieht. Die Feedbacks entstehen aber (Prinzipbedingt) eher während des Singens/Rappens. Abhilfe? In 'ner Disco kaum... denn da stehen die Boxen meist im Kreis um die Tanzfläche, und egal in welche Ecke der Künstler geht, er steht IMMER vor einer Box. Auf einer richtigen Bühne stehen die FOH-Lautsprecher (Front-Of-House) auch grundsätzlich mindestens auf Höhe der Musiker, niemals dahinter. Und die Monitorlautsprecher stehen am Boden und zu den Muckern gewendet. Somit halten die Sänger ihr Mikro immer mit dem Griff/Kabel in Richtung Monitor. Haben wir jetzt 'ne Nierencharakteristik im Mikrofon, kann ein Signal aus dem Monitor trotz der Nähe zum Mikro kein Feedback erzeugen. Und das ist auch der einzige grosse Trick an der Sache. Mikrofon/Lautsprecheraufstellung. Du wirst wahrscheinlich ein anderes Mikro auswählen muessen (versuch' mal SM 58 falls Du's nicht eh schon dran hast... hat sich gegen Feedbacks auf der Bühne echt bewährt...), und mit dem dann mal in einer ruhigen Minute einige Positionen, die halbwegs "Feedbackfest" sind, heraussuchen. Dazu rennst Du einfach bei aufgerissener Anlage durch den Raum und checkst, wo Du erhebliche, und wo Du gar keine Probs hast. Evtl. kannst Du dann was an der Lautsprecheraufstellung ändern (was aber in 'ner Disse fast nie klappt...), oder Du kannst Deine Künstler wenigstens anweisen, "da hinten nich so langzurennen", und vor allem, auch wenn's endcool aussieht, "das Mikro nicht so lässig am Kabel bis direkt vor'n Monitor und so..." Ach.... und gaaaanz
schlimm.... Rapper sind zu blöde, Mikrofone zu halten!!!! Und
zwar DURCH DIE BANK!!! Kenne wirklich keinen MC, der das Mikro
annähernd professionell halten kann Die Spinner "topfen"
immer. Heisst, die nehmen das Mikro einschliesslich Drahtkorb
in die Griffeln, packen das so richtig in die Hand ein, und
sabbeln dann VON UNTEN in die Dinger 'rein. Unglaublich... aber
suuuupercooool!!
Problem bei der Sache: Feedbacks sind vorprogrammiert!! Und
viel grösseres Problem: einen beschisseneren Sound KANN man
mit einem Mikrofon einfach nicht mehr erreichen Und dann drehen sie's
dadurch auch noch unnötig weit in Richtung Monitor, und so
sind Feedbacks einfach KLAR.Andere Möglichkeit: Du hast einen 30-Band-Equalizer und darfst die Anlage "Einpfeiffen". Dann stellst Du das Mikro an die "am häufigsten genutzte Stelle" mitten im Saal und drehst langsam die Anlage hoch. Ohne Mucke, nur das (unbesprochene) Mikro ist an. Irgendwann entwickelt sich ein Feedback. Das lockst Du langsam und vorsichtig bis in eine angenehme Lautstärke, und killst dann genau die Frequenz mit einem einzelnen Equalizer-Band. Erste Frequenz. Weiter geht's. Lauter machen, bis das nächste dicke Ding kommt. Und das machst Du mit so vielen Feedbacks, bis entweder die ganze Anlage völlig scheisse klingt, oder Du diese 4-5 dB herausgeholt hast, die Dir fehlen, die MC's ohne Rückkopplung laut genug zu bekommen. Okay, das waren die Dinge, die man mit Hausmittelchen ändern kann. Alles andere kostet vieeel Geld. Es gibt nämlich Feedback-Killer. Das sind Geräte, die bis zu 12 feri veränderbare "Notchfilter" besitzen das sind Equalizer, die wie Nadeln ausschliesslich eine einzige Frequenz herausnehmen können. Diese Dinger sind automatisiert. Entsteht jetzt irgendwo ein Dauerton über einen gewissen Zeitraum, der dann auch noch lauter wird, wird er von dem Gerät als Feedback erkannt und durch so eine Nadel ausgeschaltet. Sind alle zwölf (oder möglichen) Plätze belegt, entscheidet die Kiste, welches der Feedbacks am ehesten NICHT mehr zurückkommt und belegt den Platz neu. hat mir schon oft aus brenzligen Live-Situationen geholfen. Irgendwelche riesen Konferenzen feedbackfrei zu beschallen, wenn die Anlage HINTER den Sprechern steht, ist schon echt scheisse... Da kannste Mikros aussuchen, wie Du willst, denn die Dinger zeigen IMMER auf den Sprecher und auf die Lautsprecher... Dort helfen nur alle diese Mittel auf einmal angewendet. Erst mit den Equalizern im Pult die Feedbackgefährdeten Bereiche ein wenig absenken (Höhen, Mitten, Bass), dann die Mikrofon/Lautsprecheraufstellung optimieren, dann die Anlage einpfeiffen, und danach den Feedbackkiller 'reinsetzen. Wenn das alles optimiert ist, können aber immer noch Feedbacks aus heiterem Himmel entstehen. Und die dann ausschliesslich in Sprach/Gesangspausen. Woher die kommen, darüber konnte mir bisher noch niemand was erzählen, sind auch irgendwie nie die Frequenzen, die sich während der Performance aufschaukeln. Der Sache kannst Du dann mit einem Noisegate entweder in der Summe (Konferenz) oder im Insert des "belasteten" Mikrofonkanals im Mischpult (Konzert) begegnen. Jau, und das war's auch schon. uebrigens... bei Feedbackproblemen ist "Niere" fast die einzige empfehlenswerte Wahl. Kugel fällt völlig heraus, und Super/Hyperniere fast immer auch, da diese Charakteristika ein weiteres Maximum für Schalleinfall von hinten haben. Heisst: Im Gegensatz zu 'ner Niere, was das Signal von direkt hinten komplett ausblendet, empfangen diese Dinger dort nochmal besonders gut. Jau, das zu Rückkopplung... mehr is nich drin... hoffe, Du hast damit wenigstens etwas Erfolg... Viele Grüsse, boom. |
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Ach.... und gaaaanz
schlimm.... Rapper sind zu blöde, Mikrofone zu halten!!!! Und
zwar DURCH DIE BANK!!! Kenne wirklich keinen MC, der das Mikro
annähernd professionell halten kann
Die Spinner "topfen"
immer. Heisst, die nehmen das Mikro einschliesslich Drahtkorb
in die Griffeln, packen das so richtig in die Hand ein, und
sabbeln dann VON UNTEN in die Dinger 'rein.