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DrumsTja, und damit ich hier gar nicht erst glaube, 'n Board macht keine Arbeit - gleich mal der nächste Workshop
Heute steht
Drum-Mikrofonie auf dem Programm.Erstmal Allgemeines vorneweg: Oberstes Gebot: STIMMEN! Nur gestimmte Drums können auch richtig auf der Aufnahme ballern! Klingt sonst eher wie das Jazz-Set vom Tier ![]() ![]() hehe... 'n Tipp: Im Studio haben sich auf den Toms PinStripe-Felle oben und das dünnste, was Du finden kannst als Reso-Fell bewährt. Gibt 'n geilen satten Ton. Lockert mal die Stimmschrauben an den Resofellen soweit, dass sie kurz vor'm 'rausfallen sind und mit dem Schlagfell macht Ihr den Ton. Das schlabberige Resofell fettet den Sound dann meistens geil an! Darf nur keine Falten schlagen ![]() Bassdrum dasselbe, nur bei der Snare nimmt ein labberiges Resofell meist den Crack. Oder Crisp. Oder wie auch immer... Für die Trommeln nehmt Ihr am besten dynamische Mikros, da in der Nähe der Felle schonmal Schalldrücke um 110 dB auftreten können, und die führen meistens zu Verzerrungen in einer Kondensator-Kapsel. Mikros, die in dem Grenzbereich betrieben werden, zeigen am ehesten Klagverfärbungen, daher am besten viel 'rumprobieren mit anderen Micros. Und - ganz klar - Ihr müsst die Richtcharakteristik der Micros kennen, da Ihr z.B. keine Super- oder Hypernieren an dem rechten Hängetom verwenden dürft. Diese Dinger haben ein zweites Pegelmaximium für Schalleinfall direkt von hinten. Und somit hättet Ihr wahrscheinlich mehr Crashbecken als Tom auf der Spur. So, nun aber endlich zur Mikroaufstellung. Bassdrum: In einer Bassdrum ist richtig die Sau los. So'n Ding macht nicht nur Bass sondern auch mächtig Wind. Aus dem Grunde übersteuern Micros mit 'ner kleinen Membran auch schnell. Von daher: Dynamisches Micro mit grosser Membran. Je näher das Micro am Schlagfell steht, umso grösser ist der Kick in der Aufnahme. Den fettesten Bassanteil greift man wohl so in Höhe des Resonanzfelles ab. Ausserhalb der Bassdrum wirds weniger Bassig, eher räumlich, nicht das Ding für Eure Mucke... Ihr könnt auch zwei Micros nehmen, eins vor'm Schlagfell und das andere "im" Resofell. Dann könnt Ihr in der Mischung sehr geil zwischen Kick und Bauch regeln. Dadurch treten natürlich Auslöschungen auf, die aber so um 800 Hz liegen, also wirklich egal sind bei 'ner Bassdrum. Über die Snaredrum habe ich schonmal ewig abreferiert, sogar hier im selben Forum... Toms: Am besten immer die gleichen Micros für die Toms nehmen, um sie so homogen wie möglich zu bekommen. SM 57 / SM 58 als "Preiswerte Lösung" haben sich hier seit Menschengedenken bewährt. Ausrichtung: Rand des Schlagfells, Abstand etwa 5...10 cm. Dreht Ihr das Micro weiter in Richtung Fellmitte, bekommt der Sound mehr "Punch" oder "Kick" vom Stick. Weiter zum Rand nimmt der Eigensound der Trommel zu. Auf benachbarte Instumente achten!! (Crashbecken) Deswegen auch wissen, welche Richtcharakteristik hat mein Micro!! Ein bissel wegdrehen kann schon helfen, wenn einem das Crash in der Superniere den Sound versalzt... HiHat: Kondensatormikro. Ganz klar. Von wegen Brillianz und so. Auch hier: Steht da noch'n Crashbecken drüber? Richtcharakteristik!! Ausrichtung: Senkrecht auf das obere Becken. Nie von der Seite wegen Wind beim Schliessen. Weiter zur Glocke bekommt man irgendwie mehr von dem Ständer und dem ganzen geraffel mit drauf. Schön weit aussen plazieren, dann wird's schön lecker crisp. Abstand auch hier wieder 5...10 cm. Overheadz: ...sind eigentlich immer zwei Kondensatormicros in Stereoanordnung. M-S, A-B oder X-Y, wobei ich X-Y und M-S schon ausführlich unter "Stereo-Mikrofonie" beschrieben habe. A-B ist eh nicht so geeignet dafür, da durch die Beckenbewegungen bei der Laufzeitstereophonie schnell mal phasingähnliche Effekte auftreten können. Die Overheads sollen neben den Becken auch dem Drumset einen räumlichen Klnag geben. Und an der Stelle kommen Eure Absorber und Reflektoren zum Einsatz 'rumprobieren, was das Zeug hält!Nochmal zwei Beispiele, was man so machen kann: ![]() So, und nun verkriecht Euch mal schön im Studio ![]() Viele Grüsse, boom. |
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Heute steht
Drum-Mikrofonie auf dem Programm.
